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Präsidentschaftswahl USA

Die einzelnen Parteien führen Vorwahlen durch, um ihren Kandidaten für das Präsidentenamt zu bestimmen. Hierbei finden in jedem einzelnen Bundesstaat Wahlen statt. Der Kandidat, der die meisten Wahlen gewinnt, wird auf dem "National Convention" von den Delegierten zum Kandidat ernannt und tritt nun gegen den Kandidaten der anderen Partei an.

Im August beginnt dann die heiße Phase des Wahlkampfes auf Bundesebene. Diese dauert bis zum November an, wo am ersten Dienstag, der auf einen Montag im Monat November folgt, die Präsidentenwahlen stattfinden.

In den USA hängt im Wahlkampf besonders viel von den so genannten PAC (Political Action Committees) ab, die die einzelnen Kandidaten entsprechend unterstützen. Dabei übernehmen sie das Wahlkampfmanagement, die Spendenverteilung und die generelle Unterstützung der Kandidaten und Parteien. Dabei spielen auch Lobbygruppen oder auch Unternehmen eine nicht zu verachtende Rolle.

Das Volk wählt den Präsidenten nicht direkt, sondern es wählt Wahlmänner, die ihrerseits dann den Präsidenten und den Vizepräsidenten wählen. Die Anzahl der Wahlmänner pro Bundesstaat wird nach Bevölkerungsanzahl im Bundesstaat berechnet, so entsendet jeder Bundesstaat mindestens drei Wahlmänner. Die Wahlmänner sind formal nicht an das Votum der Wähler gebunden, allerdings stimmen sie in der Regel für den Präsidenten, für denen sie auch im Bundesstaat stehen und für den die Wählen indirekt gewählt haben.

Der Wahlkampf selber wird vor allem in den so genannten SWING STATES geführt, also in den Staaten, in denen die Wahlsituation als offen eingestuft wird. Hier möchte man die Wähler natürlich überzeugen, für die eigene Partei zu stimmen.

Generell ist dieses Wahlsystem umstritten, denn die Wahlmännerverteilung entspricht nicht unbedingt den Wählerstimmenverteilungen. Geht eine Wahl äußerst knapp aus, wie etwa im Wahlkampf Al Gore gegen George W. Bush, so können theoretisch schon einmal mehr Stimmberechtigte für den Kandidaten stimmen, der letztlich die Wahl verliert, da die Wahlmänner das letzte Wort haben.